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Trás-os-Montes: DOC Douro und Porto

Steile Hänge, die tief in den Douro eintauchen. Ungezählte Weinterrassen, die wie Himmelsleitern wieder hinauf in die Höhe führen. Heißes mediterranes Klima und eine Erde, die ihren Namen kaum verdient – nichts als Schiefer und unerbittlicher Granit. Das Douro-Gebiet macht es seinen Weinbauern nicht gerade leicht. Aber gerade das sind die Besonderheiten, die dieses Weinbaugebiet so bekannt gemacht haben. Denn für den Wein bietet sie außerordentlich gute Bedingungen: Über Jahrhunderte haben die Winzer die Welt mit exzellentem Port versorgt.

Hier wurde bereits im Jahre 1765, nahezu ein Jahrhundert vor den Weinbaugebieten Frankreichs, die Herkunftsbezeichnung als internmationales Qualitätsiegel für Weinerzeugnisse, eingeführt.

Weiß- und Rotweine

Internationale Weinexperten sind sich einig darin, dass das Douro-
Gebiet aber auch ideale Voraussetzungen für die besten Rot- und
Weißweinqualitäten Portugals bietet. Es gibt bereits Spitzenwinzer, die hier ihre individuelle Handwerkskunst zelebrieren, und ihre Weine gehören zu den elegantesten und feinsten im Lande. Andere befinden sich noch auf ihrem ehrgeizigen Weg an die Spitze. Selbst die eingefleischten Portwein-Produzenten haben inzwischen erkannt, dass die Zukunft der Douro-Region im Rot- und Weißwein liegt. Das Weingesetz schreibt vor, dass für die Portweinproduktion
maximal drei Hektoliter pro Hektar verwendet werden dürfen. Der Rest muss entweder verkauft oder als Tafelwein deklariert werden. Doch oft steckt gerade in diesen Weinen die enorme Ausdruckskraft und die Power der Region. Denn die renommierten Winzer verwenden heute ihr bestes Lesgut zur Herstellung von Tafelwein und demonstrieren so das nahezu unerschöpfliche ualitätspotenzial
des Gebietes.

Rebsorten

Wie viele Rebsorten tatsächlich im Douro-Gebiet wachsen, weiß heute niemand so genau. Im 19. Jahrhundert hatte die Reblaus den größten Teil der Weinberge verwüstet, doch hat man die meisten Rebsorten wieder gepflanzt. Mitunter stehen sie noch im traditionellen Mischsatz, der nach wie vor noch kultiviert wird. Manche sehen gerade in diesem Rebsorten-Mix den Schlüssel zur Spitzenqualität. Andere wiederum bestehen darauf, dass gerade die fünf Rebsorten, die im Douro-Tal für Portwein angebaut werden, die besten Weine ergeben: Touriga Nacional, Touriga Franca, Tinta Barroca, Tinta Roriz und Tinta Cão.

Tradition und Fortschritt

In den Weinbergen wandelt sich allmählich das herkömmliche Bild. Zwar beherrschen die alten von Hand aufgeschichteten Weinterrassen das Bild, die den Hängen im Douro-Tal ihr charakteristisches Bild verleihen. Neue Terrassen dagegen werden mit Hilfe von Maschinen errichtet. Ihre Wege sind breiter und schaffen Platz für raumgreifende Traktoren, die den Winzern einen Teil der mühsamen Handarbeit abnehmen. Von Zeit zu Zeit sieht man auch die “Patamares”, horizontal angelegte Terrassen, wie man sie auch an der Mosel findet.

So vielfältig die Rebsortenauswahl und die Anbaumethoden sind, in einem Punkt sind sich die Winzer einig: Die besten Weine gelingen nur, wenn sie nach der traditionellen Methode mit den Füßen gestampft werden. Sie gilt immer noch als sanftestes Verfahren, das die Trauben schonend presst und verhindert, dass die Bitterstoffe frei werden und dass der Wein seine reine Frucht bewahrt.

Subregionen

Das Douro-Gebiet wird in drei Subregionen gegliedert: Baixo Corgo, Cima Corgound Douro Superior. Das westliche Baixo Corgo ist zugleich die kühlste Region, ihre Weine leicht und frisch. Cima Corgo, rund um die kleine Stadt Pinhão, gilt als das Herz des Douro. Dieses Gebiet beansprucht zwei Drittel der Fläche der gesamten Douro-Region und liefert rund 40 % der Weine. Im Osten, direkt an der Grenze zu Spanien, liegt Douro Superior. Ein Gebiet mit extremem Klima, undurchdringlich und weit abgelegen. Der Weinbau wurde hier nie besonders intensiv betrieben, nur vereinzelt fand man dort Anlagen. Seit wenigen Jahren jedoch herrscht hier wieder mehr Dynamik – seit die Winzer erkannt haben, dass hier das Potenzial für Spitzenweine schlummert.

Daten und Fakten

Douro als geschützte Herkunftsregion entstand 1761, initiiert durch Marquês de Pombal. Die Rebfläche umfasst rund 40.000 Hektar. Die Jahresproduktion an Rot- und Weißweinen betrug in 2004 rund 1.500.000 Hektoliter, insgesamt rund 21,9 % der gesamten portugiesischen Weinproduktion.

Empfohlene weiße Rebsorten: Donzelinho Branco, Esgana Cão, Folgazão, Gouveio, Malvasia Fina, Rabigato und Viosinho.

Empfohlene rote Rebsorten: Bastardo, Mourisco Tinto, Castelão, Rufete, Tinta Amarela, Tinta da Barca, Tinta Barroca, Tinta Francisca, Tinta Roriz, Tinto Cão, Touriga Franca und Touriga Nacional.

Douro-Wein, der die DOC-Bestimmungen nicht erfüllt, wird oft als Trás-os-Montes Vinho Regional vermarktet.

 
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