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Algarve A - Z
Alvarinho-Rebe für den Vinho Verde
Rota dos Vinhos Verdes
Rua da Restauração, 318
4050-501 Porto
Tel.: +351-22 607 73 00
E-Mail
www.vinhoverde.pt

Minho: die Heimat des Vinho Verde

Vermutlich gibt es keinen passenderen Namen, mit dem das Land und seine Weine so treffend beschrieben sind. Vinho Verde heißt übersetzt Grüner Wein und steht zugleich für eine faszinierende Landschaft: ein Meer von Grün. Verantwortlich für die opulente Vegetation ist der Niederschlag, der hier als der höchste in Europa gilt, bis zu 3.000 mm im Jahr.

Sie möchten Vinho Verde selbst entdecken? Durch die Vinho-Verde-Region zieht
sich ein Netz attraktiver Weinrouten, die Sie zu den schönsten Plätzen der Region führen. Informationen über die “Rota Verde” erhalten Sie bei der nebenstehenden Adresse.
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Klima und Landwirtschaft

Auf den Feldern der zahlreichen Kleinbauern der Region gedeiht einfach alles: Getreide, Mais, Gemüse und Wein stehen im engen Wettbewerb oft auf kleinster Fläche. Insgesamt 35.000 Weinbauern teilen sich rund 40.000 Hektar Rebfläche. Doch die Zeiten waren hart und Kartoffeln, Getreide und Gemüse das beste Mittel gegen den Hunger. Und so musste die Reb- der Ackerfläche weichen. Statt ausgedehnte Weinberge anzulegen, ließ man den Wein auf Bäumen oder auf zwei bis vier Meter hohen
Granitsäulen wachsen, spannte Drähte, über die sich die Reben wanden. Unter dem grünen Dach des Vinho Verde hatten die Bauern dann ausreichend Platz für ihre Feldfrüchte. Es zeigte sich bald, dass dieses Erziehungssystem außer dem Platzgewinn einen weiteren Vorteil bescherte. Das feuchte Klima machte die Trauben anfälliger für Pilzbefall und Fäulnis. In luftiger Höhe aber herrschte
stets eine leichte Brise, und die Weinbauern konnten so gesundes Lesegut ernten.

Entwicklung des Weinbaus

Heute findet man die hohen Rebanlagen immer seltener. Stattdessen gehen die Winzer und Weinbauern zu modernen Erziehungsmethoden über: Spaliere, angelegt nach französischem Vorbild. So lassen sich die Weinberge besser – auch mechanisch – bearbeiten und sind weit weniger arbeitsintensiv. Anders als in den schattigen Überhängen erhalten die Trauben mehr direktes Sonnenlicht. Sie können so besser reifen und ergeben bessere, kraftvolle und intensive Weine. Vinho Verde ist auf der ganzen Welt bekannt für seine leichten und spritzigen Weißweine. Was nur wenige außerhalb Portugals wissen, ist, dass gut ein Drittel der Weinproduktion des Vinho-Verde-Gebiets aus Rotweinen
besteht. Wie die Weißen sind sie ebenfalls leicht und frisch und vor allem in der Gastronomie zur regionalen Küche beliebt. Anders als der Weißwein, der rund um den Globus getrunken wird, verlässt von den Rotweinen kaum einer das Land, sondern wird, besonders geschätzt von den Einheimischen, meist direkt vor Ort konsumiert. Diese Weine, die die DOC-Bestimmungen nicht erfüllen, werden in der Regel als Vinho Regional Minho verkauft.

Weißweine – vier verschiedene Typen

Alvarinho-Weine werden im nördlichen Teil Vinho Verdes, in der Monção-Subregion, angebaut. Hier regnet es seltener und im Sommer wird es auch deutlich heißer als in anderen Gebieten des Vinho Verdes. Dieses eigene Klima und die besondere Charakteristik der Alvarinho-Traube ergibt einen köperreichen
trockenen Wein mit vielschichtigem Aroma, frisch mit dezenten Noten von Pflaumen, Aprikosen, Pfirsichen, Zitrusfrüchten und einer zarten mineralischen, fast rauchigen Note.

Im Süden Monçãos liegen die Subregionen Lima und Cávado. Hier wird
überwiegend Loureiro angebaut, gelegentlich auch Pedernã (Arinto) und Trajadura. Die Weine präsentieren sich in der Regel frisch und aromatisch mit dem typischen Duft von Zitrus und zarten Blüten und manchmal Noten von Lorbeerblättern.

In den Subregionen Basto und Sousa werden ebenfalls leichte und spritzige Weine aus verschiedenen Rebsorten hergestellt, sie sind typisch mit dezenter
Restsüße und einem leichten Mousseux.

In den Weinen der Subregion Amarante ergibt die Avesso-Traube trockene, spritzige Weine mit mittlerem Körper.

Daten und Fakten

Das vielfältige Klima der DOC-Vinho-Verde-Region spiegelt sich in neun Subregionen wider: Monção, Lima, Cávado, Ave, Basto, Sousa, Baião, Paiva und Amarante. Die Rebfläche umfasst rund 35.000 Hektar. Die Jahresproduktion Vinho Regional Minho in 2004 betrug 970.000 Hektoliter. Das entspricht einem
Anteil von 13,4 % an der gesamten Weinproduktion Portugals. Das Jahresvolumen der Produktion von DOC Vinho Verde betrug 2004 insgesamt 957.000 Hektoliter, was einem Anteil von 13,2 % der portugiesischen Weinproduktion entspricht.

Empfohlene Rotwein-Rebsorten der Region sind Alvarelhão, Amaral,
Borraçal, Espadeiro, Vinhão, Pedral, Padeiro und Rabo-de-Anho.

Empfohlene Weißwein-Rebsorten der Region sind Alvarinho, Avesso, Batoca, Loureiro, Trajadura, Pedernã und Azal.

 
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