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Johannisbrot, Früchte des Johannisbrotbaums |
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Der Johannisbrotbaum (Ceratonia siliqua), auch Karubenbaum oder Karobbaum genannt, ist ein meist zweihäusiger, immergrüner Baum, der, ähnlich wie der Ölbaum auch, im Mittelmeerraum und Vorderasien vorkommt. Er gehört zur Unterfamilie der Hülsenfrüchtler.
Es wird angenommen, dass die ursprüngliche Wildform dieser Pflanzengattung aus Arabien stammt und um das 2. Jahrtausend v. Chr. in Ägypten zum ersten Mal angebaut wurde. Diese Theorie wird unterstützt durch Berichte über Thutmosis II. und Ramses III., die bereits das Holz des Karubenbaums als Baumaterial nutzen. Außerdem sollen auch die bei der Mumifizierung von Toten eingesetzten Textilstreifen mit dem Extrakt der Frucht des Baums versehen worden sein.
Die Römer brachten den Baum im letzten Jahrhundert v. Chr. nach Griechenland und Italien (vgl. Columella: Tractatus de Arboribus), von wo aus die Araber die Verbreitung in den Osten und Süden Spaniens und entlang der nordafrikanischen Küste fortsetzten.
Nachdem die Pflanze danach auch in den Südosten Frankreichs und Portugals Algarve gekommen war, begann im 19. Jahrhundert auf dem Seeweg die Verbreitung durch Emigranten, die Setzlinge bei sich führten.
Schon seit dem 19. Jahrhundert wurde Johannisbrotmehl als Ersatzstoff für Kakao und zur Herstellung von Alkohol und anderen zuckerhaltigen Produkten verarbeitet. Im 20. Jahrhundert begann die industrielle Verarbeitung der Früchte als Kaffeeersatz und Tierfutter.
Die unter Verwendung von Johannisbrotmehl hergestellte Torta de Alfarroba zählt zu den beliebtesten Süßspeisen an der Algarve.
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Beschreibung: Familie: Fabaceae Unterfamilie: Caesalpinioideae Gattung: Ceratonia Art: Ceratonia siliqua
Zweig mit Blättern und Blütenstand, Detailzeichnungen von Frucht, Samen, Blüten
Quelle: Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé " Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz" 1885, Gera, Germany
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