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| Die bekannten Ursprünge von Tavira gehen zurück in die späte Bronzezeit (1.000 - 800 v.Chr.). Im 8. Jahrhundert v. Chr. wird der Ort eine der ersten Phönizischen Siedlungen im Westen der Iberianischen Halbinsel. |
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Die bekannten Ursprünge von Tavira gehen zurück in die späte Bronzezeit (1.000 - 800 v.Chr.). Im 8. Jahrhundert v. Chr. wird der Ort eine der ersten Phönizischen Siedlungen im Westen der Iberianischen Halbinsel. Die Phönizier erbauem hier eine urbanes Siedlungszentrum mit massiven Mauern, mindestens zwei Tempeln, zwei Häfen und einer regelrechten urbanen Struktur. Das phönizische Tavira hört im 6. Jahrhundert v. Chr. infolge einer gewlttätigen Zerstörung auf zu existieren.
Man nimmt an, dass es ursprünglich nach einem phönizischen Meeres- und Donnergott Baal Saphon hieß. Aus diesem Namen wird das spätere Balsa. |
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Nach einem Jahrhundert der Verlassenheit blüht die Ansiedlung größer auf als vormals. Diese urbane Blütezeit ist als Tartessianische Periode bekannt. Dieses zweite urbane Zentrum, das Tartessianische Tavira, wird zum Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr. ebenfalls aufgegeben.
Das neue Zentrum wird auf den nahegelegen Cerro do Cavaco, einen befestigten Hügel, verlegt, der bis in die Zeit von Kaiser Augustus bewohnt bleibt. |
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Zu Zeiten Caesars bauen die Römer eine neue Hafenstadt namens Balsa, etwa 7 km vom heutigen Tavira entfernt. Balsa wird eine nach damaligen Verhältnissen große Stadt, wesentlich größer als Tavira. Ihr Wachstum, Überleben und späterer Verfall spiegeln die wechselvolle Geschichte des Römischen Reiches wider. Als die Araber (Mauren) im 8. Jahrhundert Iberien erobern, hat bals bereits aufgehört, als Stadt zu existieren.
Zur Zeit der Römischen Herrschaft ist Tavira lediglich ein zweitrangiger Durchgangsort auf der wichtigen Handelsstraße zwischen Bals und Baesuris (dem heutigen Castro Marim). Eine kürzliche archäologische Untersuchung hat ergeben, dass die sog. Römische Brücke" in Tavira über den Fluß Gilão nicht aus dieser Zeit stammt, sondern auf eine maurische Brücke aud dem 12. Jahrhundert. |
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Zeit der Maurenherrschaft |
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| Wie die ganze Algarve wird auch Tavira ab 711 dem maurischen Kalifat von Córdoba einverleibt. Die Gegend bleibt ländlich, bis im 11. Jahrhundert das maurische Tavira (nach dem arabischen Tabira, d.h. verborgen) rasch zu wachsen beginnt. In dieser Epoche wird es zu einer der bedeutenden (und unabhängigen) Städte der Algarve, dem süd-westlichsten Teil von Gharb al-Andalus (dem Westen des ilslamischen Iberischen Territoriums). |
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| Als sieben Ritter, die auf der Jagd von Mauren trotz eines Waffenstillstands getötet werden, nimmt dies Dom Paio Peres Correia und der Ritterorden von Santiago zum Anlaß, die Mauren im Auftrag von König Sancho II. (Portugal) am 11. Juni 1242 zu vertreiben. Die Stadt wird fast vollständig zerstört und anstelle der Moschee die Igreja de Santa Maria do Castelo gebaut. 1415 beginnen die Portugiesen ihre Eroberung Ceutas von hier aus. Tavira bekommt das Stadtrecht im Jahre 1520. Im 16. Jahrhundert entwickelt sich Tavira durch die Einfuhr eines beträchtlichen Teils der aus den portugiesischen Kolonien eingeführten Waren zum wichtigsten Hafen der Algarve. |
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17. Jahrhundert bis heute |
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Im 17. Jahrhundert lebt Tavira zu einem guten Teil vom Handel mit Wein, Salz und Dörrfisch. 1645 wütet die Pest in der Stadt. 1755 verwüstet das Erdbeben auch Tavira. Der Marqués de Pombal und der Bischof von Faro leiten den Wiederaufbau der Stadt. Aus dieser zeit stammen viele Bauten im Stile des 18. Jahrhunderts sowie 37 Kirchen.
Die Versandung des Hafens und die Verlagerung der Thunfischschwärme läßt Tavira ab 1920 an wirtschaftlicher Bedeutung verlieren. Heute zählt die Stadt selbst knapp 13 Tsd. Einwohner (Stand 2001), der ganze Distrikt etwa 25.000. Die malerische Lage an der Flußmündung des Gilão und die schöne Architektur machen Tavira zu einer der schönsten Orte der Algarve.
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Referenz:
Kopie vom: 17.12.2005
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